Chronischer Tinnitus
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Tinnitus ist ein Symptom, bei der der Betroffene Geräusche wahrnimmt, die keine für andere wahrnehmbare Quelle besitzen. Man unterscheidet den akuten Tinnitus von dem chronischen Tinntus, der länger als 3-6 Monate besteht. Als Folge der sehr belastenden chronischen Ohrgeräusche berichten die Betroffenen häufig über Schlaf- und Konzentrationsstörungen, die sie in ihrem Alltag und Berufsleben stark beeinträchtigen. Circa 1,5 Mio Deutsche sind durch ihren Tinnitus erheblich belastet und bedürfen einer Therapie. Bei praktisch jeder Erkrankung des Ohres, sei es entzündlich, degenerativ oder durch Lärm verursacht, kann ein Tinnitus als Begleitsymptom auftreten. Patienten mit Ohrgeräuschen leiden häufig auch unter einer Schwerhörigkeit und/oder Geräuschüberempfindlichkeit (Hyperakusis).

Forschungsergebnisse zeigen, dass es sich beim chronischen Tinnitus nicht allein „um eine Krankheit des Ohres“ handelt, sondern um eine Störung zentraler Verarbeitungsprozesse im Gehirn bei der Umwandlung von mechanischem Schall in elektrische Signale. Insbesondere Streß und einer erhöhten Aufmerksamkeitslenkung auf die wahrgenommen Störgeräusche werden die maßgebliche Rolle bei der Aufrechterhaltung des Tinnitus zugeschrieben.